Aktivurlaub

Schnee war's! Top-Ziele für den Winterurlaub in den Bergen

Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern, Wellness – oder am liebsten alles? Hier sind 5 Top-Ziele und schöne Outdoor-Aktivitäten für den Winterurlaub in den Bergen. Schnee war’s シ

Was Dich in diesem Artikel erwartet

Bist Du ein Winterkind? Wenn Du diese Frage eindeutig mit ja oder nein beantworten kannst, Hut ab! Ich muss sagen, ich bin unentschlossen. Und das, obwohl ich im Januar geboren bin und mein Mann mich immer „La alemana fría“ – die kalte Deutsche – nennt. Irgendwie bin ich oft eine ziemliche Winter-Memme. Mir zieht’s schon die Schultern hoch, wenn ich nur im Keller steh und mich in 10 Lagen werfe, ehe ich einen Schritt vor die Tür setze. Gleichzeitig liebe ich es, im Schnee unterwegs zu sein.

Skifahren, Snowboarden, Schlittschuhfahren oder mit Schneeschuhen durchs Winterwonderland – hach, das ist doch Leben. Ich hab unter Garantie sämtliche Wintersportaktivitäten ausprobiert, die jemals erfunden wurden und möchte nicht eine aus meinem Repertoire schmeißen. Ein teurer Spaß. Umso mehr, wenn ich Dir jetzt noch erzähle, was für mich das Wintermärchen schlechthin ist: die Mischung aus Wintersport und Wellness. Wer das erfunden hat, Hut ab zum Zweiten! Die schönsten Ziele, die ich im Schnee entdeckt habe, möchte ich Dir nicht vorenthalten. Et voilà!

1

Bayerischer Wald: Skizirkus im Zwergenhaus

Im Ferienort Langfurth hast Du drei Skilifte zur Auswahl und findest ideales Gelände für Anfänger. Für Fortgeschrittene sind bei guter Schneelage die Funparks und der Flutlicht-Skilauf interessant. Die Variationsmöglichkeiten sind mit 3 Pistenkilometern für Könner schnell erschöpft. Stattdessen sorgen die ausgedehnten Langlaufloipen und Winterwanderwege für Vielfalt im Wintersportprogramm. Besonders empfehlenswert ist eine Wanderung durch die tief verschneiten Wälder zum hölzernen Aussichtsturm am Gipfel des Brotjacklriegels. Je nach Schneeverhältnissen benötigst Du hierzu Schuhe mit gutem Profil. Oben angekommen geht es im Turm-Stüberl so charmant weiter wie in der Umgebung: alles klein, aber sehr fein. Dann steigst Du die 127 Stufen zur Turmspitze hinauf und genießt ein Panorama vom bayerisch-böhmischen Grenzkamm über das Passauer Land und die Donauebene bis zu den bayerischen und österreichischen Alpen am Horizont.

2

Chiemgau: Kaiserschmarrn mit Kaiserblick

Fast schon abgetrennt von der Zivilisation liegt im letzten Winkel Deutschlands die Winklmoosalm. Es ist das Heimatdorf von Rosi Mittermaier. Die „Gold-Rosi“, die bei den Olympischen Winterspielen in Innsbruck 1976 Gold in Abfahrt und Slalom und Silber im Riesenslalom holte, hat auf den Hängen der Winklmoosalm das Skifahren gelernt. Und nicht nur sie. Auf den sanft abfallenden Pisten halten gleich mehrere Skischulen Unterricht ab. Luxus für Skianfänger, die den ganzen Tag an der Sonne verbringen, auf 1200 m, meist schon weit über dem Nebel, der sich im Winter hartnäckig im Tal festbeißt.

An den Anfängergruppen vorbei gelangst Du über zwei Sessellifte hinüber ins österreichische Skigebiet Steinplatte, für das Du bereits an der Tageskasse in Seegatterl Dein Ticket kaufen kannst. Du bist unterwegs auf 50 Pistenkilometern aller Schwierigkeitsgrade, in Funparks oder beim Après-Ski auf einer der Berghütten, bei Kaiserschmarrn mit Kaiserblick. Auf der Winklmoosalm findest Du übrigens auch grenzüberschreitende Höhenloipen: 17 km für den klassischen Langlauf und 27 km Skatingstrecke. Alternativ wanderst Du auf Winterwegen durch die verschneite Hochebene.

3

Winterwanderung auf die Karspitze in Sachrang

Am äußersten Rand Deutschlands, wenige Meter vor der österreichischen Grenze, führt eine Halbtageswanderung zu einem geradezu himmlischen Aussichtspunkt, der Karspitze. Sie ist ein wahres Schnäppchen, liegt sie doch gerade mal auf 1241 m und eröffnet den Blick auf den Zahmen Kaiser und das Inntal Richtung Kufstein. Du parkst im Sachranger Ortsteil Aschach beim Müllner-Peter-Hof. Es ist das Geburtshaus vom Müllner-Peter, dem Leonardo da Vinci des Prientals. Das Universalgenie übernahm die elterliche Kornmühle und war zudem Musiker, Geburtshelfer und Chirurg. Am historischen Bauernhaus vorbei gehst Du auf den Nordhang zu und nach links in den Wald. Zunächst auf einfachem Forstweg, dann der Beschilderung folgend etwas steiler zur Wildbichl Alm. Von hier gelangst Du über einen Forstweg oder einen steileren Steig zur Karspitze mit Kaiserwinkl-Panorama. Auf demselben Weg gehst Du zurück ins Tal.

4

Schmuggeln in Schleching

Man könnte sagen, dass der idyllische Schmugglerweg in Zeiten der Kelten, Römer und Ritter eine Autobahn war, eine Handelsroute zwischen Süd und Nord. Seinen Namen erhielt der Pfad nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Bevölkerung Zigaretten, Kaffee und Rum über die deutsch-österreichische Grenze beförderte. Heute ist der Schmugglerweg ein Kleinod entlang der eisblauen Tiroler Ache. Du startest im Schlechinger Ortsteil Ettenhausen und folgt der Beschilderung „Schmugglerweg“ Richtung Kössen, zunächst über Wiesen, dann auf einem Pfad rechts des Flusses. Nachdem Du die Grenze zu Österreich passierst, erreichst Du die Abzweigung Klobenstein. Hier gehst Du links bergab und überquerst die 33 m lange Hängebrücke mit Blick in die Entenlochklamm. Auf der anderen Flussseite kannst Du im Gasthaus Klobenstein einkehren, die Wallfahrtskirche besuchen oder am sonnigen Flussufer rasten.

5

Balderschwang: Auszeit im Oberallgäu

Die geschlossene Schneedecke ist in Deutschland ja schon fast zum Exoten geworden. Ein paar Flöckchen reichen nun mal nicht aus, um ein Winterwunderland zu zaubern, das sämtlichen Ansprüchen des geneigten Wintersportgastes gerecht wird. Nur manche Orte sind gesegnet mit einer überdurchschnittlichen Schneesicherheit. Dazu zählt Balderschwang, die mit 1044 m höchstgelegene Gemeinde Deutschlands, welche oft als Schneeloch oder Bayerisch Sibirien bezeichnet wird. Doch ruht sich das Hochtal an der Grenze zum österreichischen Vorarlberg nicht auf seinen Schneereserven aus – wohlwissend, dass durch den Klimawandel der weiße Luxus bald schon Schnee von gestern sein könnte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gebieten, die mit Skischaukeln und Panoramaterrassen aus Beton die Alpen in überdimensionale Erlebnisparks umbauen um Touristen anzulocken, sind die Pläne für den Skigebietszusammenschluss zwischen dem Riedberger Horn und Grasgehren vom Tisch. Stattdessen soll ein auf den Ort zugeschnittener, naturverträglicher Tourismus etabliert werden, der unabhängig von der Schneehöhe funktioniert. Entsprechend der Pläne werden Ranger Naturführungen anbieten und Busse mit alternativem Antrieb die Wander- und Skitouristen transportieren. „AlpDorf“ darf sich Balderschwang dann nennen, was als Premium-Erlebnisort für naturnahen Bergtourismus zu verstehen ist.

Längst mit alternativen Aktivitäten begonnen hat Hotelchef Karl Traubel vom Traditionshaus Hubertus, der mit seinen Gästen auf Entschleunigungs-Tour geht. Während Winterwanderwege ausgebaut werden und Pferdekutschen gemächlich entlang des eisigen Bachlaufs rumpeln, floriert im Skigebiet Balderschwang der traditionelle Wintersport, auf Pisten aller Schwierigkeitsgrade inklusive Freeride-Strecken. 41 Loipenkilometer runden das Angebot im Winterwunderland ab.

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